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Hygiene-Museum setzt sich für Erhalt der Moulagen ein

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Alex
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Moulagen, nennt man die Abformungen von kranken Teilen des Körpers, die in der Zeit vor der Fotografie genutzt wurden, um angehenden Ärzten im Studium die Auswirkungen der verschiedenen Krankheiten nahe zu bringen. Bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurden diese Plastiken genutzt, um besonders innere Verletzungen und Veränderungen des Gewebes besser darstellen zu können. Diese wurden aus Gips, Ton, Wachs oder später aus Silikon hergestellt und werden auch heute noch, soweit in den Universitäten vorhanden, in Vorlesungen zu Demonstrationszwecken genutzt. Inzwischen werden viele der Modelle als historisch wertvoll geschätzt, da mit ihnen auch Krankheiten wie Syphilis oder Pocken abgebildet wurden, die fast völlig ausgestorben sind. Bei der Restaurierung und Konservierung der ältesten, in der Regel aus Wachs bestehenden Moulagen, hat sich besonders das Deutsche Hygiene-Museum Dresden hervor getan. Hier wurden circa 2000 Objekte in einer Sammlung zusammen gefasst, analysiert und restauriert. Die dabei erworbenen Erkenntnisse sind eine wichtige Grundlage für den Erhalt der Moulagen weltweit und somit ein wichtiger Beitrag für die Medizingeschichte.

 
Veröffentlicht : 20/11/2010 2:13 pm
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